Therapie & Diagnostik
Nicht jede Erkrankung des Bewegungsapparates erfordert eine Operation. Viele Beschwerden an Gelenken, Sehnen, Muskeln,
Knochen oder der Wirbelsäule lassen sich mit modernen konservativen Therapien erfolgreich behandeln.
Im MVZ ZOS Ebersberg steht die sorgfältige Diagnostik im Mittelpunkt. Auf dieser Grundlage erstellen wir ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept, mit dem Ziel, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und eine Operation möglichst zu vermeiden. Unser Leistungsspektrum umfasst unter anderem physikalische Therapien, Injektionstechniken, Akupunktur sowie regenerative und funktionelle Behandlungsverfahren.
Über den Ablauf, die Kosten und mögliche Alternativen informieren
wir Sie vor Beginn der Behandlung transparent.
Therapien
Magnetfeldtherapie
Stima Well
Traktionstherapie
Die Magnetfeldtherapie arbeitet mit pulsierenden elektromagnetischen Feldern. Diese können biologische Prozesse im Gewebe beeinflussen und werden in der Orthopädie ergänzend bei bestimmten Knochen-, Gelenk- und Weichteilerkrankungen eingesetzt.
Zum Einsatz kommen kann die Magnetfeldtherapie unter anderem bei Knochenödemen, verzögerter Knochenheilung, Arthrosebeschwerden, Rückenschmerzen oder sportbedingten Überlastungsreaktionen.
Die betroffene Körperregion wird in einer Behandlungsspule positioniert. Eine Entkleidung ist in der Regel nicht erforderlich. Die Anwendung ist schmerzfrei und wird meist als angenehm empfunden. Je nach Beschwerdebild dauert eine Sitzung etwa 30 bis 60 Minuten. Häufig wird eine Behandlungsserie von mehreren Anwendungen empfohlen.
Ziel der Behandlung ist die Unterstützung von Stoffwechselprozessen, Durchblutung, Sauerstoffversorgung und Regeneration im betroffenen Gewebe.
Die Traktionstherapie ist ein konservatives Verfahren zur gezielten Entlastung von Wirbelsäulenabschnitten. Durch eine kontrollierte, computergesteuerte Zugbehandlung können Bandscheiben, Wirbelgelenke und gereizte Nervenstrukturen vorübergehend entlastet werden.
Eingesetzt werden kann die Traktionstherapie bei bestimmten Formen von Rückenschmerzen, Bandscheibenbeschwerden, Ischiasreizungen, Facettengelenksbeschwerden, muskulären Verspannungen oder eingeschränkter Beweglichkeit der Wirbelsäule.
Je nach Beschwerdebild erfolgt die Behandlung an der Hals- oder Lendenwirbelsäule. Während der Anwendung liegen Sie bequem auf der Behandlungsliege. Die Zugkraft wird individuell eingestellt und überwacht.
Eine Sitzung dauert meist etwa 30 Minuten. In vielen Fällen wird eine Serie mehrerer Behandlungen empfohlen, häufig kombiniert mit Physiotherapie oder stabilisierendem Training.
Bewegung ist ein zentraler Bestandteil vieler orthopädischer Therapiekonzepte. Mit einem digitalen Trainingsplan können Patientinnen und Patienten gezielte Übungen eigenständig zu Hause durchführen.
Die Trainingspläne werden auf das jeweilige Beschwerdebild abgestimmt und enthalten Übungen zur Kräftigung, Mobilisation, Koordination und Stabilisierung. Sie eignen sich sowohl zur konservativen Behandlung als auch zur Unterstützung der Nachbehandlung nach Operationen.
Voraussetzung ist die Bereitschaft, regelmäßig und eigenverantwortlich zu trainieren. Die Übungen werden strukturiert aufgebaut und können je nach Heilungsphase angepasst werden.
Ziel ist es, die eigene Aktivität als wichtigen Teil der Genesung zu nutzen. Durch konsequentes Training lassen sich Beweglichkeit, Stabilität und Belastbarkeit häufig nachhaltig verbessern.
Die Lasertherapie nutzt gebündeltes Licht bestimmter Wellenlängen, um Gewebeprozesse lokal zu beeinflussen. Je nach Einstellung können oberflächliche und tiefere Gewebestrukturen erreicht werden.
Eingesetzt werden kann die Lasertherapie unter anderem bei Muskel- und Gelenkschmerzen, Sehnenreizungen, Schleimbeutelentzündungen, Verstauchungen, Zerrungen, Muskelfaserrissen, Tennisellenbogen, Golferellenbogen, Triggerpunkten oder muskulären Rückenschmerzen.
Die Behandlung erfolgt direkt auf der Haut. Während der Anwendung tragen alle anwesenden Personen eine Schutzbrille. Viele Patientinnen und Patienten spüren eine leichte, angenehme Erwärmung.
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Region und dem Beschwerdebild. Ziel ist eine lokale Stoffwechselanregung, Schmerzreduktion, Entzündungshemmung und Unterstützung der Geweberegeneration.
Die therapeutische Ultraschallbehandlung nutzt hochfrequente Schallwellen, die in das Gewebe übertragen werden. Dadurch können mechanische, thermische und biologische Effekte entstehen.
Eingesetzt wird die Ultraschalltherapie unter anderem bei Beschwerden des Muskel-, Sehnen- und Bandapparates, bei Arthrose, degenerativen Wirbelsäulenbeschwerden, Verklebungen, lokalen Reizzuständen oder chronischen Weichteilbeschwerden.
Der Schallkopf wird mit Kontaktgel auf die zu behandelnde Region aufgesetzt und langsam über das Gewebe bewegt. Die Behandlung ist in der Regel schmerzfrei.
Eine Sitzung dauert meist etwa 5 bis 15 Minuten. Je nach Beschwerdebild werden mehrere Anwendungen empfohlen. Ziel ist die Verbesserung des lokalen Stoffwechsels, die Lockerung verspannter Muskulatur, Schmerzlinderung und Unterstützung der Regeneration.
Fokussierte Stoßwellentherapie
Radiale Stoßwellentherapie
Hyaluronsäuretherapie
PRP-/ACP-Eigenbluttherapie
Individualisierte Injektionstherapie an der Wirbelsäule
Akupunktur
Taping
Blutegeltherapie
Die fokussierte extrakorporale Stoßwellentherapie nutzt mechanische Energie, die gezielt in eine definierte Gewebetiefe eingebracht wird. Beim PiezoWave2-Verfahren werden Druckimpulse erzeugt, die auf einen bestimmten Punkt im Körper fokussiert werden können.
Diese Therapie kann bei akuten und chronischen Schmerzsyndromen des Bewegungsapparates eingesetzt werden, insbesondere bei Sehnenreizungen, Sehnenansatzbeschwerden, muskulären Triggerpunkten, Überlastungsreaktionen, degenerativen Weichteilveränderungen und bestimmten Knochenheilungsstörungen.
Die Behandlung erfolgt an der gut zugänglichen, entkleideten Körperregion. Die Intensität wird niedrig begonnen und schrittweise an die individuelle Verträglichkeit angepasst. Eine Sitzung dauert meist etwa 10 bis 15 Minuten. Häufig werden 3 bis 5 Behandlungen mit mehreren Tagen Abstand empfohlen.
Ziel der fokussierten Stoßwellentherapie ist die Anregung biologischer Heilungsprozesse, Verbesserung der Mikrozirkulation, Aktivierung der Geweberegeneration und Reduktion von Schmerzen. Nach der Behandlung kann eine vorübergehende Belastungsanpassung sinnvoll sein.
Die radiale Stoßwellentherapie unterscheidet sich von der fokussierten Stoßwelle durch Art der Energieabgabe und Ausbreitung im Gewebe. Radiale Stoßwellen breiten sich flächiger aus und wirken eher oberflächlich.
Sie eignet sich besonders bei oberflächlichen Muskel- und Sehnenbeschwerden, myofaszialen Schmerzsyndromen, Triggerpunkten und bestimmten chronischen Überlastungsbeschwerden.
Bei der Behandlung wird ein Applikator auf die betroffene Region aufgesetzt. Die Intensität wird individuell angepasst. Die Anwendung kann deutlich spürbar sein, bleibt aber in der Regel gut tolerierbar.
Ziel ist eine mechanische Reizung des Gewebes, die Durchblutung, Stoffwechselaktivität und körpereigene Reparaturmechanismen anregen kann.
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit. Sie trägt zur Gleitfähigkeit des Gelenks bei und unterstützt die mechanische Belastbarkeit der Gelenkflächen.
Bei Arthrose kann die Qualität der Gelenkflüssigkeit vermindert sein. Eine Injektion von Hyaluronsäure kann in ausgewählten Fällen dazu beitragen, Reibung zu reduzieren, Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern.
Eingesetzt wird die Hyaluronsäuretherapie vor allem bei Arthrose großer Gelenke wie Knie, Hüfte, Schulter oder Sprunggelenk, aber auch bei bestimmten Beschwerden kleiner Gelenke.
Die Injektion erfolgt unter sterilen Bedingungen. Bei tiefer gelegenen Gelenken kann eine sonographische oder bildwandlergestützte Kontrolle sinnvoll sein. Die Anzahl der Anwendungen richtet sich nach Gelenk, Präparat und individuellem Beschwerdebild.
Bei der PRP- oder ACP-Therapie wird körpereigenes Blut aufbereitet, um Blutplättchen und Wachstumsfaktoren in konzentrierter Form zu gewinnen. Diese Bestandteile spielen eine wichtige Rolle bei Reparatur- und Heilungsprozessen im Gewebe.
Eingesetzt werden kann die Eigenbluttherapie bei bestimmten Sehnenreizungen, Muskel- und Bandverletzungen, chronischen Entzündungen, Überlastungsschäden und ausgewählten Arthroseformen.
Nach einer Blutentnahme aus der Armvene wird das Blut zentrifugiert. Anschließend wird das gewonnene Plasma unter sterilen Bedingungen in die betroffene Region injiziert. Bei Bedarf erfolgt die Injektion ultraschallgestützt.
Der Effekt tritt meist nicht sofort ein, da biologische Heilungsprozesse Zeit benötigen. Häufig werden mehrere Anwendungen im Abstand von etwa einer Woche empfohlen.
Bei bestimmten Rücken- und Beinschmerzen können gezielte Injektionen an der Wirbelsäule sinnvoll sein. Je nach Beschwerdebild und Bildgebung kommen verschiedene Verfahren infrage, etwa periradikuläre Therapie, Facetteninfiltration oder peridurale Injektion.
Ziel ist es, entzündete oder gereizte Strukturen lokal zu behandeln, Schmerzen zu reduzieren und Beweglichkeit wieder zu ermöglichen. Besonders bei ausstrahlenden Schmerzen durch Nervenreizungen oder lokalen Beschwerden der kleinen Wirbelgelenke können solche Verfahren hilfreich sein.
Die Injektionen erfolgen unter sterilen Bedingungen. Bei bestimmten Verfahren kann eine bildwandlergestützte Kontrolle eingesetzt werden, um die Position der Nadel präzise zu überprüfen.
Nach der Behandlung kann eine kurze Überwachungszeit notwendig sein. Häufig werden Injektionen mit Physiotherapie, Training und weiteren konservativen Maßnahmen kombiniert.
Die Akupunktur ist ein Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin und wird heute auch in der westlichen Medizin ergänzend bei Schmerzsyndromen eingesetzt.
Durch das Setzen feiner Nadeln an definierten Punkten können schmerzregulierende Mechanismen des Körpers angeregt werden. Eingesetzt wird Akupunktur unter anderem bei Rückenbeschwerden, Nackenschmerzen, Schulter-, Ellenbogen-, Hüft-, Knie- und Achillessehnenbeschwerden.
Je nach Beschwerdebild werden mehrere Nadeln gesetzt, die für etwa 20 Minuten in der Haut verbleiben. Viele Patientinnen und Patienten erleben während der Behandlung eine zunehmende Entspannung.
Die Akupunktur kann als ergänzende Maßnahme in ein konservatives orthopädisches Behandlungskonzept eingebettet werden.
Tapes wie das Kinesiotape können Bewegungsabläufe unterstützen, Gelenke stabilisieren, Muskulatur entlasten und den Lymphabfluss fördern. Man unterscheidet elastische Tapes und feste, stabilisierende Tapeverbände.
Eingesetzt werden Tapes bei Sportverletzungen, Überlastungsbeschwerden, muskulären Dysbalancen, Schwellungen, Hämatomen, Gelenkinstabilitäten oder zur Unterstützung nach Operationen.
Die Tapeanlage erfolgt je nach Zielsetzung mit unterschiedlichen Techniken. Die Haut sollte sauber, trocken und möglichst frei von Cremes sein. Bei starker Behaarung kann eine Rasur sinnvoll sein.
Tapes können meist mehrere Tage getragen werden und bleiben beim Duschen in der Regel auf der Haut. Ziel ist eine funktionelle Unterstützung ohne vollständige Ruhigstellung.
Die Blutegeltherapie ist ein naturheilkundliches Verfahren mit langer Tradition. Medizinisch gezüchtete Blutegel geben während des Saugvorgangs verschiedene Substanzen in das Gewebe ab, denen entzündungshemmende, schmerzlindernde und durchblutungsfördernde Effekte zugeschrieben werden.
In der Orthopädie kann die Blutegeltherapie in ausgewählten Fällen bei chronischen Gelenk- und Weichteilbeschwerden eingesetzt werden, etwa bei Arthrose kleiner Gelenke oder bestimmten Sehnenansatzbeschwerden.
Die Egel werden auf die gereinigte Haut aufgesetzt und saugen sich selbstständig fest. Die Behandlung dauert je nach Verlauf etwa 20 bis 90 Minuten. Danach wird ein steriler Verband angelegt, da die Bissstellen durch gerinnungshemmende Substanzen noch einige Zeit nachbluten können.
Die Indikation wird individuell gestellt und sorgfältig besprochen.
Diagnostik
MRT-Diagnostik
Digitaler Volumentomograph (DTV)
Knochendichtemessung (DXA)
Digitales Röntgen
Ultraschalldiagnostik (Sonografie)
Die Magnetresonanztomographie, kurz MRT, ermöglicht eine hochauflösende Darstellung von Weichteilen, Gelenken, Knorpel, Sehnen, Muskeln, Bändern, Bandscheiben und Knochenmark.
Sie ist besonders wertvoll bei Beschwerden an Schulter, Ellenbogen, Hand, Hüfte, Knie, Sprunggelenk, Fuß und Wirbelsäule. Häufig ergänzt die MRT das Röntgenbild, wenn Weichteilstrukturen oder frühe Veränderungen im Knochen genauer beurteilt werden müssen.
Im MVZ ZOS Ebersberg steht ein modernes MRT-System zur Verfügung. Die Untersuchung kann bei vielen orthopädischen Fragestellungen eine präzise Diagnosestellung und eine unmittelbare Besprechung der weiteren Therapie ermöglichen.
Hinweis: Für das MRT besteht derzeit keine Kassenzulassung. Die Untersuchung kann für Privatpatienten und Selbstzahler angeboten werden.
Die digitale Volumentomographie ist ein modernes dreidimensionales Röntgenverfahren zur hochauflösenden Darstellung von Knochen- und Gelenkstrukturen. Das Verfahren wird auch als Conebeam CT Untersuchung bezeichnet und generiert Schnittbildaufnahmen in den Standardebenen, die mit einer konventionellen CT Untersuchung vergleichbar ist.
Sie eignet sich besonders für Fragestellungen an Extremitäten und bestimmten Abschnitten der Wirbelsäule, beispielsweise bei Frakturen, Arthrose, zur Verlaufskontrolle der Frakturheilung, zur Analyse von freien Gelenkkörpern, knöchernen Impingementformen, Pseudarthrosen, Zysten, Implantatkontrollen, Fehlstellungen oder prä- und postoperativer Planung.
Die DVT ermöglicht eine räumlich exakte Darstellung feiner knöcherner Strukturen. Dadurch können komplexe anatomische Situationen oft genauer beurteilt werden als im konventionellen zweidimensionalen Röntgenbild. Die Diagnosesicherheit wird durch das Verfahren gegenüber der 2D Röngenuntersuchung erhöht.
Je nach Fragestellung kann die Untersuchung sitzend, stehend oder positionsabhängig durchgeführt werden. Die Aufnahme selbst dauert meist nur wenige Sekunden bis Minuten. Anschließend können die 3D-Daten direkt ausgewertet und für die weitere Behandlungsplanung genutzt werden.
Durch moderne Niedrigdosisprotokolle wie das Super Ultra Low Dose-Protokoll (SULD) kann die Strahlenbelastung im Vergleich zur klassischen CT- Untersuchung und auch im Vergleich zur konventionellen 2D Röntgenuntersuchung deutlich reduziert werden.
Die DXA-Knochendichtemessung ist das international etablierte Standardverfahren zur Beurteilung der Knochendichte. Sie wird insbesondere zur Diagnostik und Verlaufskontrolle der Osteoporose eingesetzt.
Osteoporose ist eine Erkrankung des Knochenstoffwechsels, bei der die Knochen an Stabilität verlieren. Dadurch steigt das Risiko für Knochenbrüche, häufig an Wirbelsäule, Hüfte, Handgelenk oder Oberarm.
Bei der DXA-Messung liegen Sie auf einer Untersuchungsliege. Gemessen wird typischerweise an der Lendenwirbelsäule und am oberen Oberschenkel. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.
Im Anschluss werden die Messwerte ärztlich eingeordnet. Falls erforderlich, erfolgen weitere Laboruntersuchungen, eine Beratung zur Knochengesundheit und die Einleitung einer individuellen Osteoporosetherapie.
Im MVZ ZOS Ebersberg sind Spezialisten mit der Zusatzbezeichnung Osteologie tätig. Die Analyse und Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des Knochenstoffwechsels hat daher einen besonderen Stellenwert.
Die digitale Röntgendiagnostik ist ein grundlegendes Verfahren der Orthopädie und Unfallchirurgie. Sie ermöglicht die schnelle Beurteilung von Knochen, Gelenkstellungen, Arthrosezeichen, Frakturen, Fehlstellungen und Implantaten.
Im MVZ ZOS Ebersberg erfolgt die Röntgendiagnostik volldigital. Die Bilder stehen unmittelbar zur Verfügung und können direkt im Anschluss mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Dadurch lassen sich Diagnose und Therapieplanung häufig ohne Zeitverlust einleiten. Bei Kindern und Jugendlichen werden strahlensparende Einstellungen und eine sorgfältige Indikationsstellung besonders beachtet.
Das digitale Röntgen ist häufig die erste bildgebende Untersuchung, kann aber bei Bedarf durch MRT, DVT, Ultraschall oder weitere Verfahren ergänzt werden.
Die Sonographie ist ein strahlungsfreies, dynamisches Untersuchungsverfahren und spielt in der orthopädischen Diagnostik eine wichtige Rolle.
Mit modernen Ultraschallgeräten können Sehnen, Muskeln, Schleimbeutel, Gelenkergüsse, Weichteilveränderungen und bestimmte Bandstrukturen beurteilt werden. Besonders hilfreich ist die Sonographie bei Schulterbeschwerden, Sehnenreizungen, Schleimbeutelentzündungen, Muskelverletzungen, Gelenkergüssen und oberflächlichen Weichteilprozessen.
Unsere Geräte verfügen über die Möglichkeit der Farbduplexkodierung. Dadurch lassen sich Durchblutungsphänomene und entzündliche Aktivität in bestimmten Geweberegionen zusätzlich beurteilen.
Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich ist die sonographisch gestützte Injektionstechnik. Dabei können Injektionen an Gelenken, Sehnen, Schleimbeuteln und Weichteilstrukturen unter Sichtkontrolle präzise durchgeführt werden.
Die Ultraschalldiagnostik ist schnell verfügbar, wiederholbar und ohne Strahlenbelastung durchführbar.
Operationen
Prävention vor Intervention. Regeneration vor Operation. Und wenn ein Eingriff notwendig wird, erfolgt er zum richtigen Zeitpunkt und mit höchster fachlicher Expertise.
Operationen sind ein wichtiger Bestandteil der modernen Orthopädie und Unfallchirurgie. Sie stellen jedoch immer nur einen Baustein innerhalb eines ganzheitlichen Behandlungskonzeptes dar.
Deshalb prüfen wir im MVZ ZOS Ebersberg zunächst alle konservativen, funktionellen und regenerativen Behandlungsmöglichkeiten. Wenn eine Operation notwendig wird, begleiten wir Sie mit Erfahrung, persönlicher Betreuung und einer klar strukturierten Nachbehandlung durch den gesamten Behandlungsprozess.
Ambulante Operationen im AOZ des Klinikums Ebersberg
Viele orthopädische und unfallchirurgische Eingriffe können heute ambulant durchgeführt werden.
Die ambulanten Operationen unserer Ärzte erfolgen im Ambulanten Operationszentrum (AOZ) des Klinikums Ebersberg.
Dabei profitieren unsere Patientinnen und Patienten von einer besonderen Struktur:
- Operation durch die Operateure des MVZ ZOS Ebersberg
- Betreuung durch unsere erfahrenen OP-Schwestern
- moderne Operationssäle des AOZ
- Narkoseversorgung durch die Anästhesisten des Klinikums Ebersberg
- enge Abstimmung zwischen Operateur, Anästhesie und Nachbehandlung
Für unsere Patienten bedeutet dies kurze Wege, persönliche Ansprechpartner und eine durchgängige Betreuung.
Typische ambulante Eingriffe sind beispielsweise:
- Arthroskopische Eingriffe an Knie, Schulter und Sprunggelenk
- Hand- und Fußoperationen
- Metallentfernungen
- Sehnen- und Bandoperationen
- ausgewählte Weichteileingriffe
Ob eine ambulante Operation möglich ist, wird individuell im Rahmen der Operationsplanung entschieden.
Stationäre Operationen in der Schön Klinik Vogtareuth
Für größere oder komplexere Eingriffe steht unseren Patienten die Schön Klinik Vogtareuth zur Verfügung.
Hier führen
- Dr. med. Engelbert Remiger und
- Dr. med. Martin Kuttner
ihre stationären Operationen durch.
Die Schön Klinik Vogtareuth zählt zu den etablierten orthopädischen und unfallchirurgischen Zentren in Süddeutschland und bietet moderne stationäre Versorgungsstrukturen für anspruchsvolle operative Eingriffe.
Welche Medikamente müssen vor einer Operation pausiert werden?
Ein besonders wichtiger Bestandteil der Operationsvorbereitung ist die Überprüfung Ihrer Medikamente.
Bestimmte Arzneimittel können:
- das Blutungsrisiko erhöhen
- die Wundheilung beeinflussen
- Wechselwirkungen mit Narkosemedikamenten verursachen
- das Infektionsrisiko verändern
Dazu gehören beispielsweise:
- Blutverdünner
- Gerinnungshemmer
- bestimmte Diabetesmedikamente
- ausgewählte Rheuma- und Immunmedikamente
- einzelne Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Präparate
Für viele dieser Medikamente gelten feste Pausierungszeiten vor einer geplanten Operation.
Wichtig
Werden bestimmte Medikamente nicht rechtzeitig pausiert, kann eine geplante Operation aus Sicherheitsgründen häufig nicht durchgeführt werden.
Bitte informieren Sie sich deshalb frühzeitig.
Sprechen Sie rechtzeitig mit:
- Ihrem Hausarzt
- Ihrem behandelnden Facharzt
- unserem Praxisteam
Ein ausführliches Informationsblatt mit den wichtigsten Medikamenten und Pausierungszeiten stellen wir Ihnen hier als Download zur Verfügung.
→ Download Medikamentenliste vor Operationen
Gute Planung erleichtert die Genesung
Eine Operation beginnt nicht erst am OP-Tag.
Eine sorgfältige Vorbereitung trägt wesentlich zu einem sicheren Ablauf und einer erfolgreichen Genesung bei.
Wir empfehlen, bereits einige Wochen vor dem Eingriff folgende Punkte zu organisieren:
Mobilität nach der Operation
Je nach Eingriff können vorübergehend Einschränkungen auftreten.)
Denken Sie frühzeitig an:
- Gehstützen
- Orthesen
- Schienen
- spezielle Schuhe
- Hilfsmittel für den Alltag
Falls erforderlich, erhalten Sie entsprechende Empfehlungen von uns.
Unterstützung im Alltag
Besprechen Sie rechtzeitig mit Familie, Freunden oder Angehörigen:
- Fahrten zur Operation
- Unterstützung zu Hause
- Einkäufe
- Kinderbetreuung
- Hilfe im Haushalt
Gerade in den ersten Tagen nach einem Eingriff kann Unterstützung hilfreich sein.
Berufliche Planung
Je nach Operation kann eine Arbeitsunfähigkeit erforderlich sein.
Klären Sie frühzeitig:
- berufliche Ausfallzeiten
- körperliche Belastungen am Arbeitsplatz
- Wiedereinstieg nach der Operation
Physiotherapie und Lymphdrainage rechtzeitig reservieren
Ein häufig unterschätzter Bestandteil einer erfolgreichen Operation ist die Nachbehandlung.
Aufgrund der aktuellen Versorgungssituation können Termine für:
- Physiotherapie
- Krankengymnastik
- Manuelle Therapie
- Lymphdrainage
teilweise nur mit längerer Vorlaufzeit vergeben werden.
Deshalb empfehlen wir, notwendige Termine bereits vor der Operation zu organisieren.
Die erforderlichen Verordnungen erhalten Sie selbstverständlich von uns, sofern eine entsprechende Nachbehandlung medizinisch notwendig ist.
Nicht jede Operation erfordert eine intensive Rehabilitation. Welche Maßnahmen für Sie sinnvoll sind, besprechen wir individuell im Rahmen der Operationsplanung.
Gemeinsam zurück in Alltag, Beruf und Sport
Die eigentliche Heilung beginnt nach dem Eingriff.
Deshalb begleiten wir unsere Patientinnen und Patienten auch nach der Operation engmaschig weiter.
Dazu gehören:
- Wundkontrollen
- Verbandwechsel
- Nachuntersuchungen
- Bildgebende Kontrollen
- Steuerung der Belastung
- Planung der Rehabilitation
- Rückkehr zu Arbeit und Sport
Unser Ziel ist eine sichere und individuell angepasste Rückkehr in den Alltag.
Downloads
Häufige Fragen zu konservativen Behandlungsmethoden
Viele Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates lassen sich konservativ behandeln. Dazu gehören unter anderem Rückenbeschwerden, Arthrose, Sehnenreizungen, Muskelverletzungen, Schulterbeschwerden sowie Gelenk- und Sportverletzungen. Welche Therapie geeignet ist, hängt von der individuellen Diagnose ab.
Grundsätzlich werden zunächst alle sinnvollen nicht-operativen Behandlungsmöglichkeiten geprüft. Verfahren wie Physiotherapie, Stoßwellentherapie, Injektionstherapien oder Akupunktur können Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern. Eine Operation wird meist erst dann empfohlen, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen.
Konservative Behandlungen erfolgen ohne operativen Eingriff und sind in der Regel mit geringeren Risiken sowie kürzeren Ausfallzeiten verbunden. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Heilung zu unterstützen und die Funktion von Gelenken, Muskeln und Sehnen zu erhalten oder wiederherzustellen.
Für eine gezielte Therapie ist eine genaue Diagnose entscheidend. Je nach Beschwerden kommen moderne Untersuchungsverfahren wie MRT, Ultraschall, digitales Röntgen, Knochendichtemessung oder digitale Volumentomographie zum Einsatz. Auf Grundlage der Befunde wird ein individueller Behandlungsplan erstellt.
Zu den häufig eingesetzten Verfahren zählen Stoßwellentherapie, Hyaluronsäuretherapie, ACP-Eigenbluttherapie, Akupunktur, Taping, Injektionstherapien an der Wirbelsäule sowie physikalische Anwendungen wie Magnetfeld-, Laser- oder Ultraschalltherapie. Die Auswahl richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Beschwerden.
KONTAKT
MVZ ZOS-Ebersberg
Bahnhofstraße 22
85560 Ebersberg
INFORMATIONEN
✔ Parkplätze vor der Praxis
✔ ÖPNV: Praxis in S-Bahn-Nähe
✔ Im Klosterbauhof
TERMIN
Nutzen Sie unsere Online-Rezeption für eine schnelle, unkomplizierte Terminvereinbarung online, 24 Stunden am Tag , 7 Tage die Woche
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